Am Samstag, den 19. Dezember 2020, ergab sich wettertechnisch eine der seltenen Gelegenheiten zur Beobachtung der großen Konjunktion. Dazu war die Wasserkuppe prädestiniert, da in dieser Höhenlage nicht mit Nebel gerechnet werden musste. Leider wurden Jupiter und Saturn nur sporadisch zwischen den höheren Wolken sichtbar. Erst als beide Planeten untergegangen waren, lösten sich die Wolken auf und gaben somit den Sternenhimmel frei. Nach dem Abbau der Teleskope entstand das obige Foto.
Die Wetterlage war an diesem Tag außergewöhnlich. Bayern und Hessen waren zwei ganz verschiedene Welten: Während der bayerische Teil der Rhön im Nebel versank, war im hessischen der Himmel klar. Wie durch eine Staumauer wurden beide Bundesländer durch einen Höhenzug geteilt. Bereits tagsüber ließ sich beobachten, wie die Nebelmassen durch den Wind gegen den Höhenzug gedrückt wurden. Sobald diese den höchsten Punkt überwunden hatten, „floss“ der Nebel die Bergflanken hinab, um sich schließlich aufzulösen. Senkrecht unterhalb des Mondes ist die Dammersfelder Kuppe (926 m) zu sehen. Etwas links davon erkennt man im Nebel den Lichtschein von Gersfeld.
